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Pressestimmen

Schwetzinger Festspiele 2004, Speyrer Dom, Brillanz der Stimmen

"Zwölf Mal Monteverdi in der Leichtigkeit, der unangestrengten Brillanz der Stimmen, zusammen mit der sicherern Textverbindung, also dem Verdeutlichen des Liturgischen, und von den ausdrucksvollen Instrumenten (zwei Violinen, Violone, Orgel und Meister Junghänel mit der Laute) unterstützt: Es war ein aufwühlender und hinreißend schöner Abend, den die Schwetzinger Festspiele in den Dom von Speyer gelegt hatten, ein Gotteshaus, von Kaisern erbaut und als Grabstätte gewählt."

Frankfurter Neue Presse, 4.6.2004

Konzert Europäische Festwochen Passau 2000, Motetten und frühe Kantaten von J.S. Bach

"Ein programm wie dieses, mit Intensität und Leuchtkraft, aber auch in kunstvoller Schlichtheit musiziert, kann einem Auge und Ohr öffnen für die unbegreifliche Breite udn Fülle Bachscher Tonsprache. [...] ließ Cantus Cölln den Funken überspringen, wurde dem jugendlichen Schwung der Musik glänzend gerecht, meißelte den Kontrast Tod-Leben, gestützt durch reine Tonsymbolik, überlegt und überlegen heraus. Und das ist vielleicht das Geheimnis dieser fabelhaften Spitzentruppe: Verdeutlichung der Werkstruktur einerseits und Nachspüren der Ausdrucksmomente andererseits befinden sich in perfekter Balance, Konsequenz: Eine Gelassenheit, durch die sich die Musik von innen heraus erklärt und erschließt. Da gibt es keinerlei Angestrengtheit oder Bemühtheit. [...] Schwerlich zu überbietende Transparenz, Virtuosität und KLangkultur in vollendeter Form."

Landshuter Zeitung, 7.7.2000

Resonanzen Wien, Perfekte Homogenität

"Kaum zu glauben, dass das renommierte Vokalensemble Cantus Cölln heuer zum ersten Mal bei den Resonanzen zu Gast war. Festivals Alter Musik in ganz Europa wie auch in Österreich schätzen seit langem diese perfekte Homogenität seiner Stimmgebung, die Ausgefeiltheit seiner Wiedergaben, die ideale Synthese von Sorgfalt und Musizierfreude in den Interpretationen seines Leiters Konrad Junghänel."

Die Presse, 20.1.2004

Haller Bachtage, Perfekter geht es nicht

"Was ihre Interpretationen so vollkommen macht, hat auch etwas mit absoluter Intonationsreinheit zu tun. Dazu mit der Art, wie sie ihre instrumental geführten Stimmen einander anpassen, wie sie es verstehen, Texte bildhaft lebendig werden zu lassen und bei aller Konzentration noch überbordende Musizierfreude zu spüren ist. [...] brachte Cantus Cölln nochmal alle Facetten seiner exemplarischen Interpretationskunst mit hinreißender Tonschönheit ein. Perfekter geht es nicht."

Haller Kreisblatt, 9.2.2000

Bonn, Januar 2001: "Musik am Hofe von Mantua" - Madrigale von Giaches de Wert und Claudio Monteverdi

"...Die fünf Vokalsolisten zeigten sich nicht als profilierungssüchtige Einzelkämpfer, sondern als Ensemble mit einer phänomenalen Klangkultur. In dieser Homogenität außergewöhnlich war zum Beispiel der perfekt abgemischte Ensembleklang, der eher an ein individuelles Kollektiv als an fünf einzelne Sänger denken lässt. Johanna Koslowsky, Sopran, Elisabeth Popien, Alt, ergänzten sich in geradezu symbiotischer Weise, und auch die Männerstimmen (Hans-Jörg Mammel und Wilfried Jochens, Tenor, Stephan Schreckenberger, Bass) waren so perfekt aufeinander, dass hier jedes Details - angefangen mit der Deklamation über die Intonation bis hin zur Gewichtung einzelner Stimmen - in bezwingender Weise stimmig wirkte. Die große Stärke des Ensembles lag eindeutig in der subtilen Wiedergabe changierender Zwischentöne. Alles war stets einer strikten Kontrolle unterworfen ohne damit starr und leblos zu wirken.
Wenn man bislang nicht verstehen konnte, warum Musik die Menschen mitunter um den Verstand bringen kann, nach diesem Abend konnte man es."

Guido Krahwinkel, Bonner Generalanzeiger vom 20.1.2001

Australia Bach 2000

"...First Cantus Cölln doing J. S. Bach's Mass in B-Minor. A small orchestra, eight singers, a young conductor with a mediaeval face and the weirdest fluffed-out bob I have ever seen on a human head....Guilt faded as the Cranach-coiffed conductor raised his arms and away I slid, into the same listening pattern I go through when confronting a big mass, a Wagner opera or a murder trial: five minutes of tingling adrenalin, then fifteen of resistance and twitchy limbs, followed by a sudden deepening of attention and a plunge into a concentration so intense that it shuts out the rest of the world. There where moments when the three woman soloists of Cantus Cölln, leaning forward wide-eyed and eager, gave forth a stream of song so natural and brightly flowing that they might have been birds in a mighty forest and spring: Osanna in excelsis! At the end the whole cathedral, or so I thought, leapt to his feet and shouted with joy..."

Helen Garner, The Age, 25.10.00

Eté Musical de Colmar, Selva Morale e Sprituale, September 2000: "Monteverdi et la musique des anges"

"Fantastique concert offert par les ensembles Cantus Cölln et Concerto Palatino, samedi soir à l'été musical de Colmar. Dans un programme exclusivement consacré à Claudio Monteverdi (1567-1643), les interprètes ont proposé une exploration de la musique religieuse de la fin de la Renaissance, avec un talent et un dynamisme exemplaires. Selva Morale e spirituale, receuil hétéroclite de divers extraits de pièces sacrées, est considéré comme l'un des chefs d'oeuvres du maître de chapelle de la basilique Saint-Marc de Venise : tous les mécanismes de composition de Monteverdi figurent en effet dans ces successions de pièces, différentes et poignantes. L'ensemble vocal "un par voix" et les musiciens qui les accompagnent, sont des experts en la matière. Cela se sent, s'entend et se voit: ils communiquent d'un sourire ou d'un coup d'oeuil, les voix se mêlent ou s'opposent, pour le plus grand régal des amateurs. Les extraits présentés samedi soir ont permis de prendre la mesure d'une musique qui reste actuelle dans son expression..."

Marie Britten, L'Alsace, 4.9.2000