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Johann Hermann Schein
Diletti pastorali

RD 77088
Cantus Cölln
Konrad Junghänel

Diapason d'Or

Weltliche Vokalmusik

Johann Hermann Schein leistete auf dem Gebiet der Motettenkunst spätniederländischer Prägung - in der Nachfolge des genialen Orlando di Lasso - ebenso Wesentliches wie in dem Bereich der konzertierenden geistlichen Kompositionen italienischer Herkunft. Hinzuzuzählen ist weiterhin seine Maßstäbe und Ausblicke setzende Beschäftigung mit der mehrstimmigen Orchestersuite in Variationenform. Besonders aber Scheins weltliches Vokalwerk - es läßt sich durchaus behaupten, dass es für Mitteldeutschland dieselbe Bedeutung hatte wie gleichartige Kompositionen Claudio Monteverdis für Italien - erweist sich als eine Art Kulminationspunkt, der zur deutschen Generalbaßmonodie führen sollte. Gleichzeitig pflegte Schein die Tradition des geselligen Chorliedes.
1624 komponierte Schein die 15 Stücke der "Diletti Pastorali" (Hirtenlust). Diese fünfstimmigen Generalbaßmadrigale von erheblicher Ausdehnung und z.T. dramatischer Prägung bildeten das weltliche Gegenstück zu den ein Jahr zuvor erschienenen geistlichen Madrigalen "Fontana d'Israel"

"Mit dem Cantus Cölln gibt es nun endlich ein ebenbürtiges deutsches Pendant zur Übermacht der englischen Vokalgruppen... Da gibt's nur eines: kaufen!"

Alte Musik Aktuell, 10/90

"The music is absolutely delightful. So is the recording. This recording opened up for me a new vein in the mining of the musical past: the latent gleam of the raw metal is here polished to a very high degree."

Gramophone, 10/90

"This will be an automatic choice for anyone who wants to be familiar with seventeenth-century Germany, for it takes a block of material and renders it to perfection."

Fanfare, 5-6/90


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