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Das Leipziger Thomaskantorat galt während des gesamten 17. und 18. Jahrhunderts als eines der angesehendsten und bedeutendsten kirchenmusikalischen Ämter Mitteldeutschlands. Aufgrund der überregionalen Bedeutung dieser Komponisten läßt sich allein aus der Betrachtung ihrer Werke ein repräsentatives Bild der mitteldeutschen Musikszene des Barock gewinnen. Leider ist jedoch - vor allem bei den Thomaskantoren zwischen Schein und Bach - von dem einstigen Ruhm wenig geblieben. Der Werkbestand ist im Laufe der Zeit beträchtlich dezimiert worden, und das wenige Erhaltene ist kaum erschlossen. Die vorliegende Aufnahme unternimmt den Versuch, drei dieser Meister aus ihrem Schattendasein innerhalb des musikhistoriographischen Schifttums heraustreten zu lassen. Jeder dieser Komponisten hat einen höchst individuellen Beitrag geleistet in jenem interessanten Spannungsfeld des mittleren Barock, in dem die alte Handwerkslehre durch das rhetorisch fundierte Prinzip einer musikalischen "Klangrede" abgelöst wurde.
"Eine bewundernswerte und mitreißende Leistung: Da sitzt jeder Ton am richtigen Platz, die rhetorischen Gesten des musikalischen Satzes werden für den Hörer nachvollziebar, die kunstvolle Polyphonie klingt gewandt und transparent, die textzentrierten Tuttiblöcke kommen kompromisslos schneidend wie Peitschenschläge ohne Zugeständnisse an die Qualität der Intonation."
Fono Forum 12/93
"L'interprétation délectable et intensément fervente du Cantus Cölln force notre admiration."
Diapason 93
"Es bleibt nur der Wunsch, weitere Werke in einer Darbietung solcher Qualität zu erleben."
Concerto 93
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